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12.1 Bedeutung der Beschränkung nach der Qualität der Dokumente

Bedeutung der Beschränkung nach der Qualität der Dokumente

Dass das Web eine extrem heterogene Dokumentenkollektion darstellt, wurde bereits in Kap. 3 diskutiert. Damit einher geht, dass nicht alle Dokumente als gleich vertrauenswürdig angesehen werden können. Suchmaschinen schließen auf der einen Seite Dokumente vollständig aus dem Index aus (Spam), andererseits sind Dokumente zwar zu finden, werden aber aufgrund ihrer mangelnden Qualität niedriger bewertet als andere Dokumente. Problematisch ist die Qualitätsbewertung auf der Dokumentebene, da sie die teils unumstrittene Autorität gewisser Quellen nur unzureichend berücksichtigen kann (vgl. Mandl 2003a).
Die Frage nach der Vertrauenswürdigkeit der Quellen bzw. Dokumente wurde bereits in Kap. 8 gestellt. Die von den Suchmaschinen angebotene Lösung der Qualitätsbewertung mittels linktopologischer Verfahren wurde gewürdigt, als alleiniger Lösungsansatz jedoch als unbefriedigend angesehen. Wie im Gesamt des in den Kapiteln 11-13 vorgestellten Verbesserungsansatzes für Web-Suchmaschinen soll der Nutzer auch hier zentral sein: Ihm soll eine erweiterte Steuerungsmöglichkeit gegeben werden, um zu den für ihn in seiner momentanen Situation passenden Ergebnissen zu gelangen. Damit kann auch das dringend benötigte Vertrauen in die Suchmaschinen (Lynch 2001) verbessert werden: Wird dem Nutzer selbst die Entscheidung zwischen den Polen Top-Quellen und Vollständigkeit ermöglicht, so wird der Recherchevorgang selbst transparenter.

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