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2.1 Suchmaschinen-Markt

Suchmaschinen-Markt


Der Suchmaschinen-Markt zeichnet sich durch eine hohe Konzentration aus. Nur wenige Anbieter beherrschen den Markt, auch wenn es durch eine Vielzahl kleiner Anbieter so scheint, als ob ein gesunder Wettbewerb herrschen würde. Dazu kommt, dass viele Anbieter selbst keine eigene Suchmaschine betreiben, sondern nur eine Suchoberfläche anbieten, während die dahinter stehende Suchmaschine von einem der großen Anbieter betrieben wird. Dies führt dazu, dass auf dem internationalen Markt nur noch vier große Anbieter existieren, die eigene Suchmaschinen betreiben, welche einen nennenswerten Datenbestand anbieten:
Google. Die Suchmaschine Google ist sicher der bekannteste Vertreter mit eigener Suchtechnologie. Die Suchmaschine erreicht die höchsten Nutzerzahlen und gilt mittlerweile als eine Art Synonym für die Web-Suche allgemein.
Yahoo. Während Yahoo als Web-Verzeichnis gestartet wurde und die algorithmischen Suchergebnisse lange Zeit von Fremdanbietern zugekauft hat, wurde im Jahr 2004 auf Basis der von Yahoo aufgekauften Suchmaschinen All the Web und AltaVista sowie dem Suchtechnologie-Anbieter Inktomi eine eigene Suchmaschine etabliert. Yahoo bietet ein Portalangebot, in dem die Web-Suche integraler Bestandteil ist.
Microsoft. Die Suchdienste von Microsoft werden unter der Firmierung MSN („Microsoft Network") betrieben. Wie bei Yahoo wurde lange Zeit auf Suchergebnisse von Fremdanbietern zurückgegriffen; erst Ende 2004 wurde eine eigene Suchtechnologie vorgestellt, die Anfang 2005 in das eigene Webangebot aufgenommen wurde.
Ask Jeeves. Dieser Suchmaschinen-Anbieter ist auf dem europäischen Festland relativ unbekannt, jedoch in den USA von größerer Bedeutung. Hier aufgeführt ist er, da er mit dem Aufkauf der Suchmaschine Teoma im Jahr 2003 über die vierte wichtige Suchtechnologie verfügt.


Abb. 2.1. Search Engine Relationship Chart (Clay 2004)

Abbildung 2.1 zeigt die Beziehungen der Suchdienste untereinander, hier in einer Darstellung des US-amerikanischen Markts. Besonders auffällig ist, dass große Portale wie AOL oder Lycos ihre Ergebnisse komplett zukaufen. Die unterschiedlichen Farben der Pfeile zeigen die unterschiedlichen Arten von Ergebnissen an. Auf diese wird im nächsten Abschnitt näher eingegangen.
Für den deutschen Markt sieht das Bild ähnlich aus wie in den USA, allerdings mit der bereits erwähnten Ausnahme Ask Jeeves. Dieser Anbieter ist hier am Markt nicht vertreten bzw. unterhält keine deutsche Site.
Nationale Anbieter, die eine gewisse Bedeutung haben, sind die Suchmaschinen Fireball und Seekport sowie die Metasuchmaschine Metager.
Abbildung 2.2 zeigt analog zum Schaubild des amerikanischen Suchmaschinenmarkts die Beziehungen der deutschsprachigen Suchmaschinen untereinander. Auch hier wird deutlich, dass nur wenige Anbieter Suchergebnisse liefern und mit Ausnahme von Yahoo keines der populären Portale eine eigene Suchmaschine anbietet.


Abb. 2.2. Beziehungsgeflecht der Suchmaschinen (Karzauninkat 2004)

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